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„Ein Sprung nach vorn“.
Die Eröffnungsrede von Papst Johannes XXIII.
– das Programm des Zweiten Vatikanischen Konzils

 

Prof. Dr. Elmar Klinger,
Ordinarius für Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg (1976-2006)

 

Am letzten Donnerstag vor genau 50 Jahren – am 11. Oktober 1962 – begann das Zweite Vatikanische Konzil. Wir feiern ein Jubiläum. Es war ein Weltereignis. Viele Impulse gingen von ihm aus. Es hat die katholische Kirche zutiefst geprägt, in der Liturgie, im Kontakt der Diözesen untereinander, im Mitspracherecht ihrer Mitglieder, im Dialog mit anderen Konfessionen und Religionen, in den Erwartungen, die sie weckt, in der Aufmerksamkeit, die sie findet, in den Schlagzeilen, die sie macht.

Es hat tiefe Spuren hinterlassen, bei einem selber und überall. Dennoch bleibt die Frage, wie man es versteht. Ist es von der Vergangenheit her zu betrachten, die es weiterführt? Oder bricht es mit ihr? Oder bringt es sie neu zur Sprache? Öffnet es sie erst überhaupt dem Verständnis der Gegenwart?

Diesen Standpunkt vertrat Johannes XXIII. Er nannte es einen „Sprung nach vorn, der einem vertieften Glaubensverständnis und der Gewissensbildung zugutekommt.“ Man kann auf dieser Grundlage den Glauben neu entdecken und guten Gewissens vertreten.

 

Eine Hermeneutik des Zweiten Vatikanums hat sich meines Erachtens an ihm zu orientieren und muss sich an ihm messen.

Es gibt zwei Richtungen der Interpretation, über die man spricht, die Hermeneutik der Kontinuität und die Hermeneutik des Bruchs. Erstere betont die Rechtskontinuität des Zweiten Vatikanums. Es hat genau denselben Rang und die gleiche Autorität wie alle 20 allgemeinen Konzilien zuvor. Was dieser Interpretation jedoch fehlt, ist sein Alleinstellungsmerkmal, der Sprung nach vorn, von dem Johannes spricht. Mit ihm nämlich wird Kontinuität begründet. Mit ihm erschließt sie sich.

Die Hermeneutik des Bruchs missbilligt den Sprung nach vorn; denn er war kein Sprung zurück. Sie verwechselt den neuen Anfang im Verständnis der Tradition mit einem Bruch, der von ihr trennt.

Angesichts dieser hermeneutischen Gesamtlage ist es wichtig, sich mit Johannes XXIII. und seiner Eröffnungsrede zu beschäftigen. Denn er hat nicht nur das Zweite Vatikanum einberufen und damit seinen Anfang gesetzt, sondern bietet auch die Verständnisbasis, um seine Aussagen zu verstehen, sie einzuordnen, sie zu vertreten und mit ihnen zu arbeiten. Ich möchte den genannten Richtungen eine Hermeneutik des Sprungs nach vorn entgegenstellen, um das Konzil mit seiner Methode und seinen Aussagen nicht nur äußerlich annehmbar, sondern auch innerlich verstehbar, zustimmungsfähig und transparent zu machen.

 

Mein Vortrag hat drei Teile:

I.)              Die Eröffnungsrede.

II.)            Das Programm des Konzils.

III.)    Der hermeneutische Ansatz. Aspekte einer Zwischenbilanz.

 

I.)                        Die Eröffnungsrede.

 

Das Konzil umfasst Altes und Neues; denn es steht in der Tradition. Aber es will die Tradition nicht wiederholen, sondern im Licht der Gegenwart darstellen. Was hat sie uns Menschen hier und jetzt zu sagen?

Schon die Frage zeigt: Wer das Konzil von sich her verstehen will, muss es aus der Perspektive seiner neuen Aussagen verstehen. Es will nicht vortragen, was die Tradition immer schon gesagt hat, sondern was sie heute bedeutet.

Diese Fragestellung hat Johannes XXIII. in seiner Eröffnungsrede vorgegeben. Sie dreht sich um drei Themen: die Pastoral, die Lehre, die Aufgabe.

 

1.) Die Pastoral.

 

Johannes XXIII. hatte eine selbstverständliche Autorität und große persönliche Ausstrahlung. Viele Namen drückten dies aus. Man nannte ihn den Pfarrer der Welt und Papa buono, den guten Papst, das Genie der Einfachheit.

Aber er hatte auch andere Qualitäten, die man oftmals übersieht, nämlich einen messerscharfen Geist und einen theologischen Sachverstand von höchster Kompetenz. Kein Papst vor ihm hat ein Konzil so geprägt wie er das Zweite Vatikanum. Er hat es nicht nur einberufen. Er hat ihm auch Fragen gestellt, für die es keine fertige Antwort gab. Sie war erst zu erarbeiten. Und man hatte später außerdem zu lernen, mit ihr umzugehen.

Schlüsselthema ist die Pastoral. Sich mit ihr zu befassen, findet allgemeine Zustimmung und stößt auf keinen Widerspruch. Jeder fühlt sich angesprochen.

Im profanen Sprachgebrauch hat das Wort keinen hohen Stellenwert, sondern einen eher abwertenden Sinn. Als Giovanni Trapattoni noch den FC Bayern München trainierte, warf man ihm vor, er sei zu pastoral. Das bedeutet, er greife zu wenig hart durch, die Spieler hätten keine Disziplin und tanzten ihm auf der Nase herum.

Das Wort ist ein lateinischer Ausdruck. Es meint den Hirten, speziell auch den guten Hirten. Aber es hat einen geistlichen Sinn und bezeichnet vor allem die Tätigkeit des Pfarrers. Sie besteht in der „cura animarum“, der Seelsorge, und nimmt auf das innere Leben der Mitglieder seiner Pfarrei Bezug. Sie muss er betreuen.

Einen umfassenden Sinn hat das Wort in der Aufklärung. Hier wird es ganzheitlich verwendet. Es meint den ganzen Menschen und betrifft Leib und Seele. Die Pastoraltheologie ist an vielen Universitäten seither ein eigenes Fach, wird an der Gregoriana in Rom jedoch 1965 eingeführt. – Das Wort gewinnt in der Seelsorgsarbeit aber wachsende Bedeutung. Es erhält anthropologisches und soziologisches Gewicht. Es meint den Umgang mit Personen und Personengruppen. Die Rede ist jetzt von Jugendpastoral, Arbeiterpastoral, Frauenpastoral. Die Menschen, an die man sich wendet, sind nun selber ein Thema. Man muss alles, was man sagt und tut, von ihnen her verstehen. Nur so kann man sinnvoll mit ihnen reden und wirksam für sie tätig sein.

Die Eröffnungsrede Johannes XXIII. hat diesen Hintergrund. Er führt das Wort Pastoral nicht nur erstmalig – wie ich meine – in den kirchenamtlichen Sprachgebrauch ein. Er gibt ihm auch einen umfassenden Sinn und bezieht auch das Lehramt selber in diese Fragestellung ein: es habe, sagt er, „vorrangig pastoralen Charakter“.

Das Überlieferungsgut der christlichen Lehre, sagt er, „betrifft den ganzen Menschen mit Leib und Seele.“ Es betrifft „alle Menschen, einzeln oder in Gemeinschaft.“[1] Das Konzil solle bei der Verkündigung der Lehre den Erwartungen genügen, die man ihm entgegenbringt; denn es könne sich ja den Reichtum an Erfahrungen im Bereich des Rechts, der Liturgie, der Pastoral und der Administration zu Nutze machen, um die Glaubenslehre rein und unvermindert, ohne Abschwächung und Entstellung weiterzugeben, wie sie im Verlauf der letzten zwei Jahrtausende „zum gemeinsamen Erbe der Menschen wurde; ein Erbe, das nicht von allen wohlwollend angenommen wurde, aber ein Reichtum, der immer allen Menschen guten Willens erreichbar war.“[2] Es gilt nicht nur, diesen kostbaren Schatz so zu bewahren, als ob man sich nur um Altertümer kümmern müsste, vielmehr solle man sich „ohne Furcht der Aufgabe widmen, die unsere Zeit fordert“.[3] Nur so kann die Kirche den Weg fortsetzen, den sie in den letzten 20 Jahrhunderten gegangen ist.

Jede Zeit bringt Gefahren, aber hat auch Chancen. Aber man solle nicht so tun, als hätte sich die Freiheit der Religion bisher in allem durchsetzen können. Man müsse den „Unglückspropheten widersprechen, die immer nur Unheil voraussagen, als ob der Untergang der Welt unmittelbar bevorstünde“.[4] In der gegenwärtigen Situation werden wir von der göttlichen Vorsehung vielmehr zu einer Neuordnung der menschlichen Beziehungen geführt. Man hat sich den Irrtümern zwar immer zu widersetzen, die es gibt. Aber man darf sie nicht den Menschen gleichsetzen, die sie begehen. Denn Menschen sind mehr als der Irrtum, den sie begehen. Die Würde ihrer Person hat einen überragenden Wert. Es ist daher besser, ihnen die Triftigkeit der Glaubenslehre nachzuweisen, als sie zu verurteilen.

Johannes XXIII. führt in der Eröffnungsrede mit seiner Einschätzung der heutigen Zeit einen Perspektivenwechsel im Umgang mit der Glaubensüberlieferung durch. Denn sie erfüllt einen pastoralen Zweck. Sie besitzt humanen Wert und soziale Bedeutung. Es gibt sie nicht um ihrer selbst willen, sondern um der Menschen willen, für die sie da ist. Sie ist in höchster Weise zustimmungsfähig. Die Pastoral steht nicht im Widerspruch zum Glauben, sondern verkörpert ihn. Sie gibt ihn weiter, indem sie ihn offenbart.

 

2.) Die Lehre.

 

Pastorales Handeln erschöpft sich nicht in taktischen Maßnahmen. Es besteht nicht in der äußeren Anpassung an zufällige Begebenheiten und Vorkommnisse. Es hat grundsätzlichen Charakter. Es ist jene Tat des Lebens, in der sich der Glaube als Glaube zeigt. Sie umfasst Nächstenliebe, Selbstliebe und Gottesliebe in einem.

     Diese prinzipielle Bedeutung von Pastoral stellt Johannes XXIII. in der Eröffnungsrede heraus. Aber er bringt sie auch bei anderer Gelegenheit zur Sprache.

     Er sagt bei einem Empfang der Vorbereitungskommissionen 1960, dass sich die Zeit der alten Konzilien von der heutigen Zeit dadurch unterscheide, dass es nicht mehr um einzelne Punkte der Doktrin und Disziplin gehe, sondern um das Ganze. Es gehe darum, die „Substanz des menschlichen und christlichen Denkens und Lebens zur Geltung zu bringen, wie sie der Kirche durch die Jahrhunderte hindurch anvertraut sei.“ Es gehe um „ein Wiedererstarken des Glaubens. Die Christen seien ‚Bürger der ganzen Welt‘. Daher sei eine neue Bejahung der christlichen Wurzeln“ erforderlich, „aus denen das menschliche Leben in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft „Richtung und Inspiration“ erhielten.“[5]

     Bei anderer Gelegenheit stellt der Papst die Frage: „Wie kann man heute sichtbares Zeichen des Reiches Gottes sein? Wie kann man Kirche sein, um sagen zu können ‚Dein Reich komme‘?“[6]

     Und in der persönlichen Aufzeichnung, kurz bevor er starb, heißt es: „‘Mehr denn je, bestimmt mehr als in den letzten Jahrhunderten, sind wir heute darauf ausgerichtet, dem Menschen als solchem zu dienen, nicht bloß den Katholiken, darauf, in erster Linie und überall die Rechte der menschlichen Person und nicht nur diejenigen der katholischen Kirche zu verteidigen.‘ Eine Botschaft der Universalität und der Dienstbereitschaft, die er in den Arbeiten des Konzils enthalten sehen wollte.“[7]

     Daher sagt der Papst in der Eröffnungsrede: Springender Punkt für dieses Konzil ist also nicht, den einen oder anderen der grundlegenden Glaubensartikel zu diskutieren, wobei

     „die Lehrmeinungen der Kirchenväter, der klassischen und zeitgenössischen Theologen ausführlich dargelegt würden. Es wird vorausgesetzt, dass all dies hier wohl bekannt und vertraut ist. Dafür braucht es kein Konzil. Aber von einer wiedergewonnenen, nüchternen und gelassenen Zustimmung zur umfassenden Lehrtradition der Kirche, wie sie in der Gesamttendenz und in ihren Akzentsetzungen in den Akten des Trienter Konzils und auch des Ersten Vatikanischen Konzils erkennbar ist, erwarten jene, die sich auf der ganzen Welt zum christlichen, katholischen und apostolischen Glauben bekennen, einen Sprung nach vorwärts, der einem vertieften Glaubensverständnis und der Gewissensbildung zugute kommt. Dies soll zu je grösserer Übereinstimmung mit dem authentischen Glaubensgut führen, indem es mit wissenschaftlichen Methoden erforscht und mit den sprachlichen Ausdrucksformen des modernen Denkens dargelegt wird. Denn eines ist die Substanz der tradierten Lehre, d. h. des depositum fidei; etwas anderes ist die Formulierung, in der sie dargelegt wird. Darauf ist – allenfalls braucht es Geduld – grosses Gewicht zu legen, indem alles im Rahmen und mit den Mitteln eines Lehramtes von vorrangig pastoralem Charakter geprüft wird.“[8]

     Die Lehrüberlieferung der Tradition steht somit wie die Pastoral im Zentrum der Eröffnungsrede des Papstes. Sie wird von ihm weder relativiert noch in ihrer Gültigkeit auch nur ansatzhaft bestritten. Aber sie wird unter einem neuen eigenen Gesichtspunkt zum Thema. Sie will nicht, dass man sich ihr einfach unterwirft. Sie will zustimmungsfähig sein und den Weg des Menschen zu Gott hin öffnen, den Weg seiner Befreiung. Daher erwarten die Christen vom Konzil einen Sprung nach vorn im Verständnis des Glaubens an Christus und eine Hilfe, diesen Glauben selber zu vertreten. Wissenschaftliche Methoden und sprachliche Differenzierungen des modernen Denkens sollen das Mittel sein, um eine größere Übereinstimmung mit dem authentischen Glaubensgut zu erreichen. Denn es gibt einen Unterschied zwischen Inhalt und Form der Lehre. Man kann den Inhalt somit auch in einer modernen Form substantiell vertreten. Das Lehramt selber hat vorrangig pastoralen Charakter. Es kann in seinem Rahmen und mit seinen Mitteln die Entwicklung im Glaubensverständnis und bei der Gewissensbildung überprüfen.

     Zwischen Dogmatik und Pastoral besteht somit ein polares Verhältnis. Sie können sich nicht ersetzen, aber wechselseitig befruchten. Es kann eine Pastoral der Lehre geben. Sie erörtert die Glaubensüberlieferung unter dem Gesichtspunkt ihrer Adressaten, d. h. der Fragen und Probleme von Menschen, an die sie sich wendet. Es kann aber auch umgekehrt eine Lehre der Pastoral selber geben, d. h. Standpunkte von ihr, die man in der Lehre vertritt. Auch davon spricht die Eröffnungsrede. Daher

 

3.)             Aufgaben.

 

Die Eröffnungsrede hat eine Vision. Sie erklärt: Die katholische Kirche erhebt mit dem Konzil die Fackel des Glaubens und trägt sie der ganzen Menschheit voraus. Es will nicht nur hinter ihr stehen und ihr die Schleppe tragen, sondern ihr vorangehen und sie mit dem Licht, das aus ihr strahlt, in die Zukunft führen. Wenn sie nämlich recht bedenkt, bricht sich das Licht der Einheit, um die Christus für seine Kirche gebetet hat, in drei Strahlen:

     „die Einheit der Katholiken untereinander, die als Vorbild ungebrochen bewahrt werden muss, die Einheit mit den vom apostolischen Stuhl getrennten Christen, deren Gebet und leidenschaftliche Hoffnung darauf abzielt, dass wir wieder zusammengeführt werden, endlich die Einheit, die die noch nicht christlichen Religionen mit der katholischen Kirche in Wertschätzung und Respekt verbindet“.[9]

     Dieses Licht in die Welt zu tragen, ist die große Aufgabe. Sie vereint auf dem Konzil die besten Kräfte im Bemühen, dass die Botschaft Christi von den Menschen bereitwilliger angenommen wird. Dadurch bereitet und festigt sie den Weg zur Einheit der ganzen Menschheit, die ein unerlässliches Fundament ist, dass die irdische Stadt der himmlischen Stadt ähnlicher wird, deren König die Wahrheit, deren Gesetz die Liebe und deren Umgrenzung die Ewigkeit ist.

     Er sieht mit dem Konzil in der Kirche einen strahlenden, glückverheißenden Tag anbrechen. Die Bischöfe, die sich in Rom versammelt haben, sind wie Sterne, die die ihnen anvertrauten Kirchen vertreten.

„Noch herrscht die Morgendämmerung, und schon fühlen wir uns bei den ersten Zeichen des anbrechenden Tages wohl. Alles atmet Heiligkeit, alles weckt Freude. Und da sollten wir auch die Sterne sehen, die mit ihrem Glanz dieses Gotteshaus erfüllen. Nach dem Zeugnis des Apostels Johannes seid ihr diese Sterne (Offb. 1,20). Und mit euch sehen wir die goldenen Leuchter rings um das Grab des Apostelfürsten, nämlich die euch anvertrauten Kirchen. Zusammen mit euch sehen wir Persönlichkeiten von Rang und Namen in einer Haltung tiefen Respekts und erwartungsvoller Sympathie anwesend. Sie sind aus fünf Kontinenten nach Rom gekommen, um die Völker und Staaten zu vertreten.“[10]

     Daher stellt sich die Frage: Werden wir der Vision des Papstes von einer Kirche, die Kirche aller Menschen ist, gerecht? Wir befinden uns jedenfalls auf dem Weg.

 

II.) Das Programm.

 

Johannes XXIII. ist eine große Herausforderung für die katholische Kirche bis auf den heutigen Tag. Das Verhältnis von Dogma und Pastoral bleibt in ihr weiterhin ein unbewältigtes Problem. Guiseppe Alberigo, der große Historiker des Konzils in Bologna, nennt es charakteristischerweise eine „novità sconcertante“ – eine verwirrende Neuheit.

     Für den Vatikan war Johannes XXIII. ein Supergau. Denn Behörden sind in ihrem Wesen nun einmal nicht pastoral. Sie denken von sich und ihren Statuten her, nicht von den Menschen her, die sie verwalten. Die vorliegenden Instruktionen haben daher immer einen dogmatischen oder einen pastoralen Schwerpunkt, aber nie beide zusammen. Es gibt daher meistens zwei Dokumente zum gleichen Thema. Eines enthält dann eine abgeschwächte Verurteilung – die Abschwächung als Zugeständnis an die Pastoral – das andere erkennt Bestrebungen an, die man zulässt, aber selber nicht vertritt. – Dualismus und Antagonismus beherrschen nicht unbedingt das Feld, aber prägen die Landschaft.

     In der deutschen Kirche ist Johannes XXIII. noch gar nicht angekommen. Im neuen Denzinger, dem Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen aus dem Jahr 1991, das Kollege Hünermann herausgegeben hat, kommt die Eröffnungsrede des Papstes vom 11. Oktober 1962 überhaupt nicht vor. Das wichtigste päpstliche Dokument des 20. Jahrhunderts, oder vielleicht sogar des letzten Jahrtausends, wird übergangen und verschwiegen. Im Verzeichnis der aufgeführten Dokumente findet sich unter dem Buchstaben G aus dem Jahr 1091 ein Brief Urban II. „Gaudemus filii“ aus dem Jahr 1201 ein Brief Innozenz III. „Gaudemus in Domino“, die Eröffnungsrede Johannes XXIII. mit dem Titel „Gaudet mater ecclesia“ kommt nicht vor. Sie fehlt. Ich sehe darin keine Zufälligkeit, sondern einen symptomatischen Vorgang, eine gewissermaßen freudsche Fehlleistung.

     Umso wichtiger ist die Beschäftigung mit dieser Rede. Man hat sie verdrängt und muss sie ins Bewusstsein rufen. Denn ohne sie bleibt die Einschätzung des Konzils gespalten und die Liebe zu ihm krank.

     Mit dem hermeneutischen Prinzip des Sprungs nach vorn kann man es in seiner Ganzheit erklären und aus der eigenen Perspektive, in der man es zur Geltung bringt, selber vertreten.

     Ich habe die Eröffnungsrede im ersten Teil behandelt. Im zweiten Teil dieses Vortrags möchte ich zeigen, dass sie das Programm des Zweiten Vatikanums ist.

     Denn es hat drei Schwerpunkte – ich nenne sie Eckdaten.

1.)   Die Pastoral in der Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute. Sie ist eine dogmatische Erneuerung der Pastoral.

2.)   Die Kirche in der Kirchenkonstitution. Sie ist eine pastorale Erneuerung der Dogmatik mit seiner Lehre zum Volk Gottes.

3.)   Die Offenbarung selbst in der Offenbarungskonstitution – das Evangelium.

 

1.)             Die Pastoral in der Pastoralkonstitution.

 

Das Zweite Vatikanum denkt die Überlieferung, in der es steht, von den Menschen her, an die es sich wendet. Es bricht nicht mit ihr, sondern bringt sie zur Geltung. Denn sie besteht nicht um ihrer selbst willen. Sie besteht um derer willen, für die sie da ist. Sie ist die Weitergabe des Glaubens an Christus. Sie ist seine Weitergabe an die ganze Welt.

     Dieser pastorale Ansatz ist für das Zweite Vatikanum grundlegend. Es bringt ihn konstitutionell zur Geltung in der Pastoralkonstitution.

     Sie beginnt programmatisch und trifft bereits in den ersten drei Sätzen die Feststellung, dass alles was die Menschen heute bewegt, besonders die Armen, nämlich Freude und Hoffnung, Trauer und Angst, auch die Mitglieder der Kirche bewegt, nämlich die Jünger Christi. Denn es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht bei ihnen seinen Widerhall fände. Sie nämlich sind eine Gemeinschaft aus Menschen selber gebildet, die in Christus geeint, vom Heiligen Geist auf ihrer Pilgerschaft zum Reich des Vaters geleitet, eine Botschaft des Heils für alle Menschen auszurichten hat.

     Die Konstitution beginnt somit bei den Menschen heute und kann von der Kirche behaupten, dass sie die Kirche der Menschen heute ist; denn sie gehört zu ihnen, teilt die heutige Welt mit ihnen und bildet eine Gemeinschaft von Menschen, die von ihnen kommen und zu ihnen stehen. – Wegen ihrer Verbundenheit mit der Menschheitsfamilie insgesamt, das heißt mit allen Menschen, kann sie allen Menschen auch erklären, wer sie selber ist und wie ihre Gegenwart und ihr Wirken heute versteht, nämlich als Gemeinschaft in Christus, der Mensch unter Menschen war, der gekreuzigt wurde und auferstanden ist, der in der Welt auftrat, um sie von der Herrschaft des Bösen zu befreien. Sie geht den Weg der Menschheit insgesamt, teilt mit der ganzen Welt das gleiche irdische Geschick „und ist gewissermaßen der Sauerteig und die Seele der in Christus zu erneuernden und in die Familie Gottes umzugestaltenden menschlichen Gesellschaft.“ (Gaudium et spes Nr. 40)

     Man kann den Glauben an Christus nicht besser verkünden als dadurch, dass man in einen Dialog mit allen Menschen eintritt und über alle Probleme spricht, die sie bedrängen. Sie betreffen vorrangig die Rettung der menschlichen Person und den rechten Aufbau der menschlichen Gesellschaft. Es geht um den ganzen Menschen, individuell und kollektiv, personal und sozial, spirituell und säkular.

     Das Konzil glaubt an die hohe Berufung des Menschen durch Gott in Christus, von Anfang an, zu jeder Zeit und überall auf der Welt.

     Seine Pastoral ist mitnichten eine Anpassung an Zufälligkeiten des heutigen Lebens. Sie besteht nicht aus Gefälligkeiten für wen auch immer. Sie hat vielmehr ein dogmatisches Fundament. Äußeres und Inneres durchdringen sich in ihr. Spirituelles Verhalten drückt sich in säkularen Handlungen aus. Und alles Säkulare hat einen spirituellen Kern.

     Es gibt somit eine Dogmatik der Pastoral des Zweiten Vatikanums. Es bringt sie formal wie inhaltlich selbst zur Sprache. Dies geschieht formal in der berühmten Fußnote zum Titel Pastoralkonstitution. Sie wird nämlich, so heißt es dort, „pastoral genannt, weil sie, gestützt auf Prinzipien der Lehre, das Verhältnis der Kirche zur Welt und zu den Menschen von heute darzustellen beabsichtigt. So fehlen weder im ersten Teil ‘[nämlich dem dogmatischen]‘ die pastorale Zielsetzung, noch im zweiten Teil ‘[dem pastoralen]‘ die lehrhafte Zielsetzung.“ (Gaudium et spes, Fußnote zur Überschrift)

     Man darf somit weder Dogmatik mit Dogmatismus verwechseln, noch Pastoral mit Unterwürfigkeit und Anpassung an was und gegenüber wem auch immer. Sie ist ein Standpunkt des Christseins der Kirche und der Christen, die ihre Mitglieder sind, in der Welt von heute.

     Es beinhaltet die Feststellung: „Da es aber der Kirche anvertraut ist, das Geheimnis Gottes, des letzten Zieles der Menschen, offenkundig zu machen, erschließt sie dem Menschen gleichzeitig das Verständnis seiner eigenen Existenz, das heißt der letzten Wahrheit über den Menschen. […] Wer Christus, dem vollkommenen Menschen, folgt, wird auch selbst mehr Mensch.“ (Gaudium et spes Nr. 41)

     Dieser Satz gehört zum Glauben an Christus. Man kann ihn definieren.

 

2.)             Die Kirche in der Kirchenkonstitution.

 

Vom Menschen her zu denken, ist eine Aufgabe, die sich der Kirche stellt. Denn sie besteht aus Menschen und sie wendet sich an Menschen. Sie ist eine Gemeinschaft, die für Menschen eintritt, um ihre Würde kämpft und den rechten Aufbau der menschlichen Gesellschaft zu einem ihrer Ziele erklärt. Johannes XXIII. nannte es eine Pflicht der katholischen Kirche, sich mit Nachdruck dafür einzusetzen, dass sich das große Geheimnis der Einheit aller Menschen voll in der Welt von heute offenbart.

     Das Zweite Vatikanum ist ihm auf diesem Weg gefolgt. Denn seine Kirchenkonstitution erklärt: „Die Kirche ist ja in Christus gleichsam das Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit.“ Die gegenwärtigen Zeitverhältnisse stellen sie mit besonderer Dringlichkeit vor die Aufgabe, dass alle Menschen, die heute enger denn je miteinander verbunden sind durch vielfältige soziale, technische und kulturelle Bande, „auch die volle Einheit in Christus erlangen.“ (Lumen gentium Nr. 1)

     Das Zweite Vatikanum ist ihm auch in dieser Auffassung gefolgt. Es behandelt sie unter dem Stichwort Volk Gottes.

     Das große Geheimnis der Einheit aller Menschen ist Gott selber. Denn zu aller Zeit und in jedem Volk ruht sein Wohlgefallen auf jedem, der ihn fürchtet und gerecht handelt. Aber es hat ihm gefallen, die Menschen nicht einzeln, unabhängig von aller wechselseitigen Verbindung zu heiligen, sondern sie zu einem Volk zu machen, das ihn verehrt.

     Die ganze Menschheit ist dieses Volk. Aber sie steht ihm fern und geht, wenn sie allein gelassen wird, auf sich gestellt, verloren. Um dies zu verhindern, hat Gott Israel erwählt und zu seinem Eigentumsvolk gemacht. Er hat zu ihm Christus gesandt, der es zu einem neuen Volk werden lässt, ein Volk, in dem Juden und Heiden verbunden sind, das nicht dem Fleische nach, sondern im Geist zur Einheit zusammenwachsen und das neue Volk Gottes bilden soll.

     Dieses messianische Volk hat Christus zu seinem Haupt, der gestorben und auferstanden ist, der einen Namen über allen Namen erreicht hat, der Himmel und Erde verbindet. Ihm selber und seinen Mitgliedern eignet die Würde und Freiheit der Kinder Gottes.

     Es umfasst nicht alle Menschen und ist eine Gemeinschaft neben anderen Gemeinschaften. Aber es hat ein Alleinstellungsmerkmal. Es ist die unzerstörbare Keimzelle der Einheit, der Hoffnung und des Heils für das ganze Menschengeschlecht.

     In diesem Zusammenhang spricht das Konzil von der Kirche. Es beschränkt sich nicht auf eine Zustandsbeschreibung, sondern erörtert ihr biblisches Fundament und stellt sie in einen gesamtmenschlichen Zusammenhang. Sie ist Kirche Gottes – ekklesia tou theou –, das neue Israel, das in den Wüsten der gegenwärtigen Weltzeit einherzieht und das himmlische Jerusalem vor Augen hat. Sie ist Kirche Christi, das Volk Gottes in Christus, das messianische Volk Gottes – ekklesia tou theou en Christo. Gott nämlich hat die Versammlung derer, die zu Christus, dem Ursprung der Einheit und des Friedens, als Kirche zusammengerufen und gestiftet, damit sie allen und jedem das sichtbare Sakrament dieser heilbringenden Einheit sei.

     Das Zweite Vatikanum hat mit seiner Lehre über das Volk Gottes einen entscheidenden dogmatischen Beitrag zum großen Geheimnis der Einheit aller Menschen geleistet, von dem Johannes XXIII. spricht, der Einheit in der Kirche, mit der Kirche und vor der Kirche. Sie ist die grundlegendste und umgreifendste Perspektive, die es für die Pastoral der Kirche überhaupt gibt. Denn erstens begegnen im Kapitel über das Volk Gottes alle Menschen, Katholiken, nichtkatholische Christen, nichtchristliche Religionen, nichtreligiöse Menschen. Oberster Gesichtspunkt der Einheit, die sie haben, zu der sie aber auch finden können, sind Gott und Christus.

     Es gibt zweitens eine inhaltliche Konvergenz zwischen diesen verschiedenen Gruppierungen, das Gewissen, die Religion, das Christsein, den Grad äußerer und innerer Verbundenheit zwischen ihren Mitgliedern. Man soll an ihr arbeiten und trägt für sie auch selber Verantwortung. Sie ist eine Basis der kirchlichen Einheit, die besteht, aber auch noch zu finden ist.

     In der Kirche hat sich mit der Lehre über das Volk Gottes der Sprachgebrauch verändert. Sie meint nicht nur die Laien, sondern hierarchisches Amt und Laien zusammen. Es besteht wirkliche Gleichheit zwischen allen seinen Mitgliedern. Ohne sie kann es weder die innere Einheit finden, noch seinen gesamtmenschlichen Dienst erfüllen.

 

 

3.)             Die Offenbarungskonstitution.

 

Johannes XXIII. setzt in der Eröffnungsrede Maßstäbe. Sie war Kriterium für den Umgang mit den vorbereitenden Dokumenten des Vatikans.

     Ihr erstes und prominentestes Opfer war das Schema über die Offenbarung. Es fand keine erforderliche Mehrheit. Die Argumente gegen diese Vorlage waren: Sie ist nicht pastoral. Sie widerspricht der ökumenischen Zielsetzung. Sie ist auch in der Sache nicht konsistent. Denn sie identifiziert die Offenbarung mit den Quellen, weil sie nirgendwo erklärt, wo sie diese übersteigt. Der Glaube an Gott und Christus fußt in ihr selber, nicht in ihren Vermittlern. Sie selber kann sich zur Sprache bringen – in Wort und Tat. Die Vorlage hat nur erklärt, was in den Quellen steht, nicht, was sie jenen sagen und zeigen will, an die sie sich wenden. Sie sollen sich auch nicht von ihnen her verstehen.

     Daher kein Einsatz moderner Methoden zur Feststellung der Wahrheit ihrer selbst. Denn sie umfasst Wort und Tat, nicht das Wort allein und schon gar nicht allein die Tradition. Die später so genannte Glaubenskongregation – eine der wichtigsten Institutionen des Vatikans – hat dadurch eine höchstlehramtlich Korrektur erfahren.

     Die Konstitution beginnt daher mit der Offenbarung selbst und erklärt Schrift und Tradition, d. h. ihre Quellen, sind unterschiedliche Formen ihrer Weitergabe.

     Die Konstitution genügt den Vorgaben der Eröffnungsrede. Diese ist rückblickend betrachtet geradezu deren Modell. Die Einheit von Leben und Lehre, von Pastoral und Dogma von Wort und Tat kommt in der Offenbarung selbst zur Sprache. Sie erschließt geradezu die Wechselseitigkeit dieser Pole aller gelebten Existenz.

     Denn Offenbarung besteht aus Wort und Tat. Beides gehört zusammen: Worte sind auch selber Taten. Und Taten machen Worte verständlich, interpretieren sie und bringen sie zur Sprache. Worte drücken sich durch Taten aus. Sie lösen ein, was man versprochen hat. Mit dem, was Jesus gesagt und getan hat, macht er Gott selber offenbar.

     Daher sagt das Konzil in der Offenbarungskonstitution:

     „Das Offenbarungsgeschehen ereignet sich in Tat und Wort, die innerlich miteinander verknüpft sind: die Werke nämlich, die Gott im Verlauf der Heilsgeschichte wirkt, offenbaren und bekräftigen die Lehre und die durch die Worte bezeichneten Wirklichkeiten; die Worte verkündigen die Werke und lassen das Geheimnis, das sie enthalten, ans Licht treten. Die Tiefe der durch diese Offenbarung über Gott und über das Heil des Menschen erschlossenen Wahrheit leuchtet uns auf in Christus, der zugleich der Mittler und die Fülle der ganzen Offenbarung ist.“ (Dei Verbum Nr. 2)

 

III.) Der hermeneutische Ansatz. Aspekte einer Zwischenbilanz.

Johannes XXIII. war der „Urheber des Konzils“. Er hat es einberufen. Aber er hat es auch geistig geprägt, wie kein anderer Papst vor ihm irgendein Konzil. Ihm verdankt es den Ansatz – die pastorale Fragestellung – das Programm – die Erneuerung der gesamten Dogmatik unter dem Gesichtspunkt ihrer humanen und sozialen Relevanz – sowie die Aussagen, die es über die Kirche macht, unter dem Stichwort Volk Gottes. Sie ist Zeichen der Einheit aller Menschen in Gott und Christus – ein Geschöpf des Hl. Geistes.

     Der Sprung nach vorn, von dem Johannes sprach, betrifft das Glaubensbewusstsein und besteht in der Gewissensbildung. Die Kirche trägt mit ihm zum rechten Aufbau der menschlichen Gesellschaft bei.

     Seine Eröffnungsrede ist meines Erachtens der hermeneutische Ansatz zu einem authentischen Verständnis des Zweiten Vatikanischen Konzils. Sie ist die unersetzliche Grundlage für seine Gesamtinterpretation.

     Aber das Konzil besteht nicht nur aus Johannes XXIII. Es wäre ohne ihn nicht zusammengetreten. Aber ohne die Bischöfe, die ihm folgten und auf der Grundlage seiner Vorgaben das ganze Themenspektrum des kirchlichen Lebens durchgearbeitet haben, wäre er allein gestanden und wäre die Eröffnungsrede verpufft.

     Aber sie stieß auf ein breites Echo. Das Konzil selber fand seinen Weg. Es hat zu seinen Standpunkten gefunden und die Dokumente verabschiedet, die wir heute vor uns haben und die es verkörpern.

     Dieser Prozess ist spannend, aber gehört nicht mehr zu meinem Thema. Ein Stichwort stand in seinem Mittelpunkt, das ebenfalls von Johannes XXIII. stammt, nämlich das Wort von einer Kirche der Armen. Es verdankt sich ebenfalls seinem Gedanken von der Einheit aller Menschen.

     Wir können uns gratulieren und dürfen uns freuen, dass ein Mitglied des Konzils, das zudem auch selber im Zentrum der Auseinandersetzung um dieses Thema gestanden hat, bei uns weilt und über die Kirche der Armen sprechen wird, nämlich der Herr Bischof Luigi Bettazzi aus Ivrea. Ich möchte ihm das Wort übergeben.



[1]             Johannes XXIII., “Gaudet mater ecclesia”. Deutsche Übersetzung mit lateinischer und italienischer Textfassung, in: Ludwig Kaufmann / Nikolaus Klein, Johannes XXIII. Prophetie im Vermächtnis, Fribourg / Brig 1990, 116-150, Nr. 9.

[2]             Johannes XXIII., “Gaudet mater ecclesia”, a.a.O. Nr. 14.

[3]             Ebd.

[4]             Johannes XXIII., “Gaudet mater ecclesia”, a.a.O. Nr. 8.

[5]             Zit. nach Ludwig Kaufmann / Nikolaus Klein, Johannes XXIII. Prophetie im Vermächtnis, Fribourg / Brig 1990, 65.

[6]             Zit. nach Gustavo Gutiérrez, Das Konzil und die Kirche in der Welt der Armut, in: Gotthard Fuchs / Andreas Lienkamp (Hrsg.), Visionen des Konzils. 30 Jahre Pastoralkonstitution „Die Kirche in der Welt von heute“, Münster 1997, 159-173, hier: 161.

[7]             Gustavo Gutiérrez, Das Konzil und die Kirche in der Welt der Armut, a.a.O., 163.

[8]             Johannes XXIII., “Gaudet mater ecclesia”, a.a.O. Nr. 15.

[9]             Johannes XXIII., “Gaudet mater ecclesia”, a.a.O. Nr. 19.

[10]            Johannes XXIII., “Gaudet mater ecclesia”, a.a.O. Nr. 21.