NUPUR MABEL GOMES – Bengalische junge Witwe in Toronto – Schulgeld für Zwillinge

 

Nupur, 36, wurde in Dhaka geboren. Heute lebt sie als Witwe mit zwei kleinen Kindern in Toronto, Kananda. Ihr Mann, Arnold Corraya, der in einem Slumviertel von Dhaka zur Welt kam, ist vor einem Jahr in Toronto an Magen-Krebs gestorben. Noch auf dem Sterbebett wollte er über Skype seinen geistlichen Begleiter Pfarrer Klaus Beurle sprechen und sehen. Arnold, 37, versicherte in Skype, schon vom Tod gezeichnet, dass er keine Angst vor dem Tod habe. Er werde ja schon bald iim Himmel sein. Er war sich auch sicher, dass Gott nach seinem Tod nach seiner Ehefrau Nupur und seinen beiden Kindern schauen werde.

Nupur und Corraya waren Förderschüler/in des sozialen Jugendförderungsprojekts „Dishari“ (bengalisch: jemand, der seinen Weg findet) von Klaus Beurle. Arnold war treuer Ministrant, wenn Pfr. Beurle in der Tejgaon-Kirche zelebrierte. Die größte Kirche Dhakas wurde in den 90-er Jahren gebaut und von der Diözese Rottenburg-Stuttgart größtenteils finanziert worden war.

Arnold und Nupur hatte Pfarrer Beurle vor 19 Jahren in der Tefgaon-Kirche getraut. Arnold war zugegen, wenn sich die Priester von Foucuald´s Jesus Caritas trafen. Um der Armut in Bangladesch zu entgehen, ist das Ehepaar 2002, damals noch ohne Kinder, nach Kanada ausgewandert. Sie hatten von einer wirtschaftlich besseren Zukunft geträumt. Arnold hatte einen guten Job in einem großen Hotel in Toronto und war allseits, seiner Beweglichkeit wegen, beliebt, wie seine Kollegen am Grab bezeugten.

Nach plötzlich Krebstod steht Nupur nun mit ihren Zwillingskindern Sandra und Sharon, 8 Jahre, allein da, ohne Einkommen. Sie konnte es sich nicht leisten, wie sonst üblich den Leichnam nach Dhaka zu überführen. Arnold war von einem Freund Beurles, Erzbischof Lawrence Saldhana, früher Pakistan, mit den letzten Sakramenten der Kirche versehen worden. Die treue und engagierte bengalische Gemeinde in Toronto hat, unter vielen Tränen, Arnolds Beerdigung feierlich mit berührenden bengalischen Liedern und eigenen Gebeten gestaltet.

Nun ist Nupur weit davon entfernt, bei mir um Geld zu betteln. Dies würde ihrer Selbstwertschätzung widerstreben. Doch sagte sie mir am Telefon, ihre größte Sorge sei es, das Schulgeld für ihre beiden Kinder aufzubringen, nachdem sie die Kinder für die Realschule angemeldet hat. Monatlich braucht sie für jedes Kind 50 €. Nun hoffe ich, Freunde zu finden, die bereit sind, das Schulgeld der beiden Kinder mit monatlich 100 € zu übernehmen. Ich selbst bin finanziell total ausgebrannt, da ich mehreren Asylbewerbern aus Afghanistan und einer zu Unrecht ausgewiesenen Familie im Kosovo (Gijan in der Nähe von Pristhina) monatlich helfe.

Klaus Beurle (LIGA Bank IBAN DE86 7509 0300 0003 1475584, BIC GENODEF1MO5)