4. Fastensonntag, 10. März 2013
St. Maria Himmelfahrt Herxheim 
Pfarrer Arno Vogt

Aus der Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt in Herxheim wird am Sonntag, dem 10.3.2013, dem 4. Fastensonntag –Laetare- ab 10.05 Uhr live der katholische Gottesdienst übertragen. Zelebrant und Prediger ist Pfarrer Arno Vogt. Die kirchliche Leitung hat Martin Wolf, Rundfunkbeauftragter im Bistum Speyer.

 Der feierliche Gottesdienst wird musikalisch gestaltet vom Kirchenchor St. Maria Herxheim unter der Leitung von Frau Angela Arbogast. An der Orgel spielt Herr Bernhard Arbogast.

In der Predigt schaut Pfarrer Vogt, ausgehend vom Gleichnis vom verlorenen Sohn, auf das Vaterbild Jesu.

So wie bei jedem von uns sich Vater- und Mutterbild entwickelt und herausgebildet haben, so ist auch bei Jesus das Bewusstsein mehr und mehr gewachsen, an der Hand des himmlischen Vaters zu gehen und von ihm aufgehoben und umfangen zu sein. Ein solches positives Vater- / Mutterbild sollen auch wir Christen vermitteln.

 Der Ort Herxheim mit etwa 10.400 Einwohnern ist die größte Kommune im Landkreis Südliche Weinstraße in der Pfalz. In der geographischen Mitte der Südpfalz gelegen, erschließt sich Ihnen ein Großdorf mit mittlerweile städtischen Charakterzügen. Bekannt ist unser Ort überregional durch das alljährlich an Christi Himmelfahrt durchgeführte Sandbahnrennen (auch Mekka des Bahnsports genannt), das jährlich internationale Zuschauer anzieht.

Außerdem verbindet man mit Herxheim traditionell die Marienverehrung, da unsere Pfarrkirche der Aufnahme Mariens in den Himmel geweiht ist und es hier ein Schönstattzentrum ist, das vielen in ganz Deutschland bekannt ist. Die Anfänge der Pfarrkirche gehen in das Jahr 1004 zurück. Die baugeschichtlichen Veränderungen sind an einem gotischen Chorraum aus dem Jahre 1530 und dem barocken Langhaus aus dem 18. Jahrhundert abzulesen.

In diesem Gottesdienst werden folgende Lieder aus dem Gotteslob gesungen: GL Nr. 644, 535, 173, 490, 483 und 267.

Für Fragen und Anregungen nach dem Gottesdienst steht Ihnen die Pfarrei gerne zur Verfügung. Telefon: 07276/8538  oder 07276/6587  (Sonntag, 10.3.2013 bis ca. 12.00 Uhr)

Liebe Gemeinde,
lieber Pfarrer Arno Vogt,

selten hat mich ein Gottesdienst so sehr gepackt und so sehr in jeder seiner Gestaltungsphasen angesprochen.
Höchste Anerkennung dem Chor und der Orgel und den Fürbitten und natürlich dem Pfarrer - auch dem Speyerer Rundfunkbeauftragten!
Es war einfach alles wunderbar:
der Chor unter Frau Arbogast, die Orgel mit Herrn Arbogast und ganz besonders die Predigt!! Wenn die Gemeinde gesungen hat,
war es überzeugend und schön.... Oft sind die Gemeindegesänge bei Rundfunkgottesdiensten ja nicht schon anzuhören... künstlich, schrill oder lahm oder ähnlich. Nicht so in der Mariä Himmelfahrtkirche...
Die Sprache im ganzen Gottesdienst war so echt und natürlich, die Fürbitten klar und ohne frommes Geschnörkel.
Da müsst Ihr Euch aber viel Arbeit gemacht haben... aber es hat ganz locker und natürlich geklungen und sich angehört....
Gott sei Dank - so etwas gibt es auch noch in der Kirche - neben dem frommen Getue und Gerede und den unangenehmen Belehrungen vom Lehramt usw.!
alles war so echt und natürlich und zugleich schön...

Ich danke Euch von ganzem Herzen.
Ihr habt uns ein außergewöhnliches Beispiel einer lebendigen Gemeinde gegeben...
Am liebsten würde ich gleich nach Herxheim fahren.... aber ich fahre kein Auto.... ich war zu lange in der Mission... und will mein Geld den Armen geben...

Die Predigt von Pfarrer Vogt war einfach Extraklasse...
Ich war gestern Abend in Würzburg in einem Gottesdienst: - die Predigt war furchtbar, alles verkopft und nichtssagend - nichts vom Leben her, sondern es klang wie Bibelwissenschaft.
Daher war ich gespannt: wie fängt der Prediger heute das schwierige Evangelium an?
Und vom ersten Satz an kam er vom Leben her.... Erfahrungen mit dem eigenen Vater ... sollten wir bedenken. Und dann kam der Hammer: Pfarrer Vogt erzählte wunderbar natürlich von seiner persönlichen Vatererfahrung!. Kritisch, dankbar, ehrlich.... Wenn Kirche und Predigt so ehrlich wären, würden die Leute nicht davonlaufen. Ganz ehrlich und überzeugend und bescheiden war es, wie Arno das Evangelium erklärte..  Eine Predigt, in dem der Prediger nicht auch ein bisschen von sich und seiner Glaubenserfahrung erzählt, ist für die Katz und für die Köpfe. Arno hat das ganz wunderbar und ergreifend anders gemacht..... und zum Schluss kein theologischer Traktat, keine Belehrung, sondern zentrale Botschaft - nicht Gerechtigkeit, sondern Barmherzigkeit und Liebe sind das Herzstück des Evangeliums.
Auch mutige, tiefgläubige und weltoffene Muslime sagen übrigens dasselbe: Ich war am letzten Wochenende auf einer Akademietagung in Stuttgart-Hohenheim. Dort sprach ein wahnsinnig guter Islam-Professor über sein Buch "Islam ist Barmherzigkeit" (Mouhanad Khorchide). Er wird jetzt von den islamischen Verbänden, denen es um Macht geht, angegriffen, vor allem wegen eines Kapitels, das er so überschreibt. "Muslim ist jeder, der Ja zu Gottes Liebe und Barmherzigkeit sagt". Sagte Karl Rahner und heute Pfarrer. Vogt nicht dasselbe? Jeder ist wirklich Christ, der Ja sagt zu Gottes Liebe und Barmherzigkeit. Khorchide solltet Ihr unbedingt einmal einladen (oder mich) - Arno würde sich bestens mit ihm verstehen.
Ich fragte mich nach der Predigt wie alt mag der jugendlich wirkende Pfarrer wohl sein? 42 Jahre schätze ich...
Ich telefoniere jetzt gleich nach Herxheim.
um das zu sagen, was Pfarrer. Arno als Letztes seiner Predigt sagte - Gott sei Dank!
Ciao
Klaus Beurle, Würzburg