Von Balkon zu Balkon

27.04.2020

Sie ist in den 80ern, aber noch gut drauf. Wenn wir uns in der Stadt treffen, bleibt meine Nachbarin meist stehen, holt tief Luft, strahlt mich an und sagt mir dann irgendetwas Schönes. Oder sie will etwas von mir wissen. Aber neugierig ist sie nicht. Sie kommt mit ihrem Leben gut zurecht. Wir beide lieben Kontakte zu unseren Mitmenschen. Doch seit Wochen treffen wir uns nicht mehr auf der Straße…

In Corona-Zeiten ist unser Kontakt auf unsere Balkonnachbarschaft beschränkt. Meine Nachbarin wohnt im Haus vis-a-vis, genau auf dem gleichen Stock. Unsere Balkone sind durch einen, mit drei Bäumen bepflanzten Hof voneinander getrennt. In der Mitte plätschert ein kleiner Brunnen. Wir sehen uns seit Wochen immer wieder für einige Augenblicke über den Hof hinweg, vor allem wenn wir bei dem schönen Wetter unsere Wohnzimmertüren offenlassen. Hallo - morgens, hallo – abends! Oft stehen wir uns einfach in den Balkonen gegenüber, wortlos. Derzeit ist ja sonniges Wetter – so ganz im Gegensatz zur düsteren Corona-Stimmung.

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Johannes XXIII. - Die Berufung eines Bauernsohnes

 

Kaum jemand hatte nach dem Tod von Papst Pius XXII. den Bauernsohn aus dem norditalienischen Sotto il Monte bei Bergamo auf dem Stuhl Petri erwartet. Aber die Mehrzahl der Kardinäle wollte es so: Etwas Neues sollte beginnen…, weg von festgefahrenen Gleisen, von verengten Lehrtraditionen, weg von hierarchischen Strukturen und feudalen Abhängigkeiten der Kirche. Bereits unter Pius XII. hatte sich unter den Kardinälen ein Unbehagen breitgemacht, der Reformstau war spürbar geworden.

 

Bald schon deutete sich an, dass es Johannes – „Nennt mich Bruder“ - nach der Reihe von aristokratisch-regierenden Pius-Päpsten eine Umkehr der Kirche ging: Umkehr zur ursprünglichen „Einfachheit“ des Evangeliums, zum Auftrag Kirche, in einer der Zeit angemessenen Weise die Frohe Botschaft zu verkünden. Durch spontane Worte und intuitive Gesten gelang es Johannes schnell, „Wahrheiten“ ans Licht zu bringen, die seit langem vergessen oder verschüttet waren.

 

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Im Heute Gottes leben

 

Es war für mich ungewohnt, als Frère Roger in Taizé erstmals vom l´aujourd´hui de Dieu, vom Heute Gottes sprach. Später haben viele sein Buch „Das Heute Gottes“ aufmerksam und neugierig gelesen. Was wollte der Gründer der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé uns mit dem Heute Gottes sagen? Heute als Wesenseigenschaft Gottes – Gott ist Heute?

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Worte, die gut tun

Es gibt keine Krankheit, gegen die kein Kraut gewachsen ist. Pfarrer Sebastian Kneipp, gest. 1897 in Wörishofen

Niemand streckt sich so sehr nach uns aus wie Gott KB

Vielleicht will, was ich nicht ändern kann, mich ändern. Kyrilla Spiecker Benediktinerin, Ärztin, Künstlerin (gest. 2008)

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Worte, die uns gut tun

am Tag der Deutschen Einheit – 3. Oktober 2017

 

Gott braucht uns nicht, nur unsere Liebe, unsere Hingabe, unser Opfer.

Sel. Engelmar Unzeitig CMM. Seligsprechung, 24. 09. 2017 in Würzburg

 

In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.

Augustinus

 

Fragt mich alles, was Ihr wollt.

Papst Franziskus bei seiner „Fliegenden Pressekonferenz“ auf dem Rückflug von Aserbaidschan nach Rom am Sonntagabend, 2. Oktober 2017.

 

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